Mittwoch, 18. Januar 2017

Die Sache mit dem Job Teil 2

Die Sache mit dem Job 

Hallo liebe Menschen,


 heute stelle ich Euch mal wieder eine kleine Geschichte
 aus meinem Leben vor. Den ersten Teil findet ihr hier *klick*
 natürlich interessiert mich es riesig, ob es Euch gefällt oder eher nicht.

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Hinter der Theke


Und da stand ich wieder. Hinter der Theke, ich die fröhliche, perfekte Verkäuferin. Fehler sind hier nicht erwünscht, es soll ja schließlich Umsatz gemacht werden. Was hinter der Theke passiert, interessiert die Leute herzlich wenig. Schließlich geht es hier ja um Konsum und wie jeder weiß, am Besten so viel wie möglich, so billig wie möglich.Manche Kunden, haben keine Zeit. Sie meckern, beleidigen, kritisieren, immer und überall. Aber das ist egal, der Kunde ist schließlich König. Menschen, bekommen manchmal, nicht die einfachsten Dinge im Leben auf die Reihe, wenn es z.B. darum eine Schlange zu bilden um sich anzustellen. Wenn es um Konsum geht, sind Ihre Gehirn wie ausgewechselt. Lauter wie in einem Kindergarten. Meine Kolleginnen, treten mir ab und an auf die Füße aber das ist schon in Ordnung. Es ist auch völlig legitim Sachen vom Boden, wieder in die Theke zu legen, das merkt eh doch keiner. Das mit der Hygiene ist ein sehr wichtiges Thema, vor allem in der Lebensmittelindustrie, im Einzelhandel. 


Was keiner weiß, man kann jeden bestechen, Geld ist das Zaubermittel, ich habe nichts gesehen, der Kunde sieht schließlich nicht, was hinter der Theke abgeht.Hände waschen ist überflüssig. Der Boden ist so verdreckt, und Petra hat wieder mal was fallen gelassen, das ist aber unwichtig, schließlich muss die Ware aufgefüllt werden, wie die Geier, wie die Geier. Manche Kunden sind speziell, sie reden sehr viel, über Ihr Leben, über Ihre Verluste, man muss Verständnis zeigen, schließlich haben wir das in der Ausbildung gelernt, wie es in uns aussieht, interessiert keinen. Es interessiert ebenso wenig, ob wir was gegessen haben, oder ob wir was getrunken haben. 7 Stunden sind schon vorüber gegangen, die letzte Stunde schaffe ich auch noch ohne Essen. Ich sollte aufhören rum zu heulen. Das ist so was von peinlich. Petra isst schon, das zweite Brötchen und redet mit offenen Mund, sie erwähnt immer wieder, wie schlecht es ihr geht. Das Sie etwas mit der Psyche hat oder so. Ich schaue ein wenig verdutzt. Meine andere Kollegin versucht mir mit Handbewegungen zu zeigen, das ich doch mal schneller machen sollte. Mein Rücken tut mir weh, andere heben noch schwerer, andere haben doch viel schlimmere Jobs. Es ist doch sozusagen vor bestimmt, irgendwann arbeiten zu gehen.Wir werden von klein auf, gedrillt und gezüchtet. Seien wir doch ehrlich, vor kurzem saßen wir alle noch in der Schule und auf einmal, sollen wir ins Arbeitsleben übergehen, all' den Scheiß den wir jahrelang in der Schule gelernt haben, wird aus dem Gehirn sofort ausgelöscht. Beim arbeiten zählt nämlich nur eins, schneller, besser, Umsatz. 


Wenn du mit deinem Stundenlohn nicht zufrieden bist, macht es eben ein anderer für weniger, selbstverständlich. Hier geht es um Wettbewerb um Druck. Was ist aus unserem sorgenlosen Leben geworden? Früher lagen wir auf der Wiese und haben Wolken nach lustigen Tieren benannt, heute zählt es nur noch wie viel Geld wir in der Hand haben. Welches wir Abends am Besten noch im Onlineshop für sinnlose Artikel ausgeben, die wir zum Schluss nicht gebrauchen können, „Ich will mir eben was gönnen“, doch wie lange hält dieser Zustand an? Alina? Alina? Bist du noch da? Ja, sage ich. Und verschwinde aus meinem Gedankensprudel, weiter geht’s in der Realität. Ich nehme meinen Kittel und gehe.

Einen schönen Abend




Kommentare:

  1. Oh, das hört sich ja garnicht gut an. Sachen vom Boden in die Theke und dann zum Kunden, geht nicht! Und so lange ohne pause oder was gegessen zu haben ist echt mies. Kunden sehen wahrscheinlich garnicht wie es den angestellten geht, ich merke das auch nicht, sie begrüßen einen mit ihrem freundlichen lächeln und bedienen. Liebe Grüße Susi

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    1. Susi, vielen Dank für deinen Kommentar, das ist leider bei vielen Menschen so, (auch in vielen anderen Berufen), daher schreibe ich diese Texte um, die Illusion der Perfekten Welt ein wenig zu verkleinern, einen schönen Tag! Alina ;)

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  2. Liebe Alina, ein schöner Beitrag, der einem ein bisschen die Augen öffnet. Leider ist dieser Druck in vielen Jobs "Alltag", doch als Verkäuferin trifft es einen besonders hart, weil man sich gegenüber Kunden keine Fehler leisten darf. "Kunde ist König", egal worum es geht. Irgendwie traurig und ich hoffe, dass sich das Bewusstsein der Konsumenten eines Tages ändert.
    Liebe Grüße Tine

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    1. Hallo Tine, es freut mich sehr wenn Dir mein Beitrag gefallen hat. Ja, das stimmt man findet den Druck leider in vielen Branchen. Ich hoffe immer, dass die Leute ein wenig aufwachen und wirklich den Beruf machen, den sie lieben & nicht nur arbeiten, weil es jeder macht sondern aus Leidenschaft. Doch diese Leidenschaft muss man erstmal finden, ich denke jeder hat irgendeine Leidenschaft.
      Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag, liebe Grüße Alina ♥

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