Donnerstag, 17. November 2016

Gedankensprudel Teil 5 "Die Sache mit dem Job"

Gedankensprudel Jobgeschichten

Hallo liebe Menschen, heute zeige Ich euch ein Werk aus meiner kleinen Gedankensammlung, die Kurzgeschichte trägt den Namen „Die Sache mit dem Job“ , falls Ihr euch fragt, wie ich meine Kurzgeschichten oder Gedichte allgemein vorbereite, ich schreibe sie immer vorher auf Papier und danach tippe ich Sie auf dem PC ab. Die Geschichte basiert auf wahre Begebenheiten, wie auch meine Gedichte. Ich wünsche euch viel Spaß in meiner kleiner Gedankenwelt.















 
Die Sache mit dem Job

Ich falle ins Bett. Ich bin einfach nur müde. So schrecklich müde. 22 Uhr. Und der Wecker klingelt wieder um 5 Uhr in der früh. Wie mache ich das nur? Ich muss doch funktionieren. Ich habe Kopfschmerzen. Mein Rücken tut weh, meine Augen schmerzen. Doch ich kann nicht schlafen. Tausend Gedanken kreisen in meinem Kopf herum, morgen muss ich die Lieferung abholen, dann noch die gefrästen Teile entgraten, am Besten noch blitzschnell, wie am Band, unter Zeitdruck. Am Besten sofort. Ich muss doch funktionieren. Bloß nicht meckern, jeder muss doch arbeiten. Ich weiß gar nicht, wo ich gestern mein Werkzeug hingelegt habe, hoffentlich macht mein Vorarbeiter deshalb kein Ärger. Ich stehe unter Ihnen, der Vorarbeiter, der Chef, völlig normal.Wie sonst auch immer. Einfach schlucken, weiter machen. Mein Wecker klingelt, habe ich überhaupt geschlafen? Naja auch egal. Ich ziehe mich blitzschnell an, gefrühstückt wird nichts, dafür habe ich keine Zeit. Auf geht’s ab ins Auto und auf die Arbeit. Mein Kopf brummt.Stau, Stau, Stau und Stau, schließlich bin ich nicht der einzigste der arbeiten muss. Ich muss doch pünktlich sein, meine Ohren glühen. Endlich da. Ab durch die Schleuse. Alles okay. Arbeitskleidung an und ab geht’s in die Hallen. Es ist warm und stickig, ich kriege schlecht Luft, meine Nase ist zu.Ich habe Hunger. Wann habe ich eigentlich das letzte Mal was gegessen? Unwichtig, schließlich muss ich doch arbeiten, das ist wichtiger. Mein Wohlbefinden steht an zweiter Stelle. Es ist okay, sich schlecht zu fühlen, man muss sich eben nur daran gewöhnen. Es ist okay, sich als Maschine zu fühlen. Ich kann jederzeit ausgetauscht werden. Deshalb muss ich funktionieren. Was sollen die anderen Menschen denn von mir denken, wenn ich keinen Job habe und nicht arbeiten gehe? Also, weitermachen! Mein Chef schreit mich an, weil ich zu langsam bin. Meine Kollegen lästern über mich. Mein Vorarbeiter gibt mir Tipps, obwohl er ein Quereinsteiger ist und den Job nie gelernt hat Gegensatz zu mir, denn ich habe eine abgeschlossene Ausbildung . Ich kann stolz darauf sein, eine Ausbildung zu haben. So wie es mir meine Eltern immer gesagt haben, eine Ausbildung ist immer sehr wichtig, dann hast du zu mindestens etwas in der Hand. Es prallt alles ab, ich bin herzlos, kalt und gefühlslos. Schließlich muss ich ja funktionieren. Ich muss arbeiten. Ich muss schneller werden, am Besten 200% geben. Endlich Feierabend. Zuhause bin ich aber erst um 16 Uhr. 6 Stunden um zu leben. 6 Stunden um meinen Hobbies nachzugehen. 6 Stunden Freiheit. 6 Stunden um zu essen. 6 Stunden, meine Freizeit. Ich schaue in den Spiegel, ich habe mich verändert. Warum habe ich mich zu einer Maschine machen lassen? Was ist das für ein krankes System? Wer ist dieser Mensch in diesem Spiegel? Es ist Zeit zu leben. 
















 
Ich hoffe Euch hat die kleine Kurzgeschichte gefallen, ich würde mich riesig über ein Gedankenaustausch freuen, einen schönen Abend.

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